Oktober-Plenum: Schritt für Schritt wird die Handelskammer Hamburg zukunftsfest gemacht!

Die TOP-Themen: HK-Digitalisierungsoffensive, Verkauf der Hochschule HSBA und neue Vergütungsrichtlinie beschlossen.

Am 5. Okt. 2017 haben das neue Plenum und die neue Kammerführung unter der Führung von Tobias Bergmann gleich drei weitreichende Reformen auf den Weg gebracht. Die von der Handelskammer gegründete und in den letzten 10 Jahren zum Teil aus Mitgliedsbeiträgen finanzierte private Hochschule HSBA, die sich auf duale Studiengänge spezialisiert hat, wird verkauft. Gleichzeitig wird das extra für die HSBA ebenfalls aus HK-Mitgliedsbeiträgen finanzierte neue Hochschulgebäude HKIC am Adolphsplatz langfristig an die HSBA vermietet. Damit werden die finanziellen Belastungen und Risiken aus den aus Mitgliedsbeiträgen finanzierten HSBA und HKIC für die Handelskammer zeitlich und von der Höhe her erstmals begrenzt und gleichzeitig die HSBA in eine sichere und wirtschaftlich tragfähige Eigenständigkeit überführt.

Wie schwer es war, das gesamte Verhandlungspaket und die damit zusammenhängenden verschiedenen Interessen auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, zeigte sich an der lebhaften Debatte im Plenum: Komplexe Probleme benötigen zuweilen Lösungen, die nicht immer alle zufrieden stellen. Die besten Kompromisse sind diejenigen, die allen ein wenig wehtun. Die Oktober-Plenumssitzung war gleichzeitig ein Meilenstein in der Weiterentwicklung der Kammer-Gremien hin zu gelebter und öffentlich stattfindender Kammer-Demokratie, wohlwissend, daß manche Medien sich gern einzelne Aspekte rauspicken, ohne die Herkules-Leistung des neuen Präsidiums zu würdigen: Ein umfangreiches Vertrags- und Leistungspaket ausgewogen und zukunftsorientiert für alle Seiten in nur wenigen Monaten auszuhandeln und erfolgreich auf den Weg zu bringen. Das sollte jedem, ob Befürworter oder Gegner von Kammerreformen, höchsten Respekt einflössen.

Die neue Vergütungsrichtlinie beendet die Selbstbedienung mit völlig überhöhten Spitzengehältern bei zukünftigen Geschäftsführern der Handelskammer Hamburg. Eines der zentralen vier Wahlziele der Handelskammer-Rebellen vom Bündnis „Die Kammer sind WIR!“. Mit großer Mehrheit wurde vom Plenum die neue Regelung verabschiedet. Die alte Kammerführung hat viele Jahre lang stillschweigend stetig steigende Gehälter und exorbitante Pensionsansprüche des im Mai 2017 zurück getretenen früheren Hauptgeschäftsführers mitgetragen. Einer der Gründe, warum das Plenum in seiner September-Sitzung der alten Führung, also Hauptgeschäftsführer und Präsidium mit Ex-Präses Horst Melsheimer an der Spitze die Entlastung verweigert hat. Ein ungewöhnlicher, aber dringend notwendiger Vorgang aus der Sicht des neuen Plenums, daß nun Schritt für Schritt die finanziellen Altlasten aufräumen muss.

Schließlich wurde die Digitalisierungsoffensive der Handelskammer Hamburg vom Plenum auf den Weg gebracht: Die HK will damit ihre eigenen Prozesse effizienter gestalten und gleichzeitig den Nutzen für die Mitglieder erhöhen. Dazu sollen die eingesetzten CRM-Systeme- und CRM-Prozesse modernisiert und vereinheitlicht werden. CRM-Systeme sind EDV-Werkzeuge, die zentral alle Mitglieder- und Partnerkommunikationen leicht und einfach abrufbar für die verschiedenen HK-Abteilungsteams vorhalten. Auch das Mitgliederkonto mit einer einfachen Übersicht über gezahlte und offene Mitgliedsbeiträge solle zukünftig online angeboten werden. Das Plenum folgte dieser Offensive zur Effizienz- und Nutzensteigerung mit großer Mehrheit.

Matthias Ederhof, 5. Oktober 2017

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